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SK-R&D // Visuelle Systematik

Erweiterung des Corporate Designs für SK-R&D, Lausanne, Dr. Simon Kramer, Logic Researcher & Software Developer. Gestaltung und systematische Ordnung aller visuellen Elemente für den Einsatz der akademischen und kommerziellen Tätigkeiten. Das visuelle Konzept umfasste Typografie, Farbkonzept, Patterns, Icons sowie Interfacedesign von Software- und Web-Apps.

 

 

Das Antlitz des Fremden // Auf den Spuren der zentralasiatischen Hunnen

Wer hinter einem Münzkabinett eine blosse Schatzschau ortet, ist eingeladen, in der Winterthurer Villa Bühler seinen Horizont zu erweitern. Diese bildet zugegebenermassen einen äusserst schmucken Rahmen für die Erkenntnis, dass Münzen und Medaillen Geschichtsträger und damit Kulturvermittler sind – manchmal stellen sie sogar die einzige Spur dar, mit der sich eine Zivilisation rekonstruieren lässt. Aus künstlerischer Sicht behandeln die Gedenk- und Zahlmittel seit jeher die durchaus aktuelle und spannende Problematik des kleinen Bildes, welche uns heute wieder ständig umgibt: in der Welt der mobilen, digitalen Kommunikation in der Form des Icons. Die aktuelle Ausstellung von 2016, «Das Antlitz des Fremden» befasst sich mit den zentralasiatischen Hunnen und rekonstruiert deren Kultur anhand der Münzprägung, welche das wichtigste, weil ausser historischen Quellen einzige noch greifbare Erzeugnis der nomadischen Völkerschaften aus dem asiatischen Steppenraum, darstellt. Ein systematisch-didaktischer Ansatz in der Gestaltung schafft mit hunnischen Farb- und Zeichencodes (sogenannten Tamghas), eine visuelle Struktur entlang der wichtigsten Stämme.

 

 

Eawag // Infoplattform Versuchsteiche

Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung im Labor sind häufig nicht 1:1 auf natürliche Gewässer übertragbar. Deshalb baut die Eawag, das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, auf dem Areal angrenzend zum Aquatikum in Dübendorf eine Anlage mit Experimentierteichen. Über das ganze Jahr werden dadurch Experimente unter semi-natürlichen Umweltbedingungen in einem grösseren Massstab möglich.

Die Anlage umfasst 36 identische, 1.5 m tiefe Versuchsteiche, die über ein Wasservolumen von 15 m3 verfügen. Die Besucherplattform informiert Passanten über die Eawag, die Teichanlage sowie aktuelle Versuche. Gestaltung, Infografiken, Layouts und Ausstellungsgestaltung.

Lethargy Festival

Seit nunmehr über zwei Dekaden wummert die Lethargy alljährlich auf dem Gelände der Roten Farbik Zürich. Ursprünglich als ironischer Antagonist zur Energy-Party konzipiert, bietet die Veranstaltung eine verlässliche Alternative zum grossen Zirkus rund um die Street Parade. Die digitale Propaganda und gedruckte Reklame kleidet sich in ein graphisches Gewand, welches die Partybausteine, inspiriert vom räumlichen Bachsteinkontext der Roten Fabrik, in ein additives Zeichengebilde überführt. Das daraus resultierende Zeichensystem reagierte 2015 in seiner Komposition responsiv auf die jeweiligen Proportionen der Mediengefässe, in denen es aufgebaut wurde. Im 2016er-Sujet morphen sich diese Bestandteile zu einem psychedelisch-technoiden Tempelwächter.

Museum Oskar Reinhart // The English Face

Portraitminiaturen, wie jene von den Tudors oder der Queen Victoria, sind die Selfies vergangener Jahrhunderte. Wer es sich leisten konnte, trug das Bild seiner Lieben auf sich. Die Ausstellung präsentiert sich in sentimentalem Altrosa, um zu dieser intimsten aller Kunstformen einen besonders emotionalen Bezug zu schaffen. Das betont plakative Element der überzeichneten Titelschrift funktioniert dabei als Eyecatcher für die Schenkung des Dr. Emil S. Kern, die sich ins Eck-Kabinett der Aula des Museums Oskar Reinhart am Stadtgarten einkuschelt.

Villa Patumbah // Der Film, das Buch – Eine Einladung

«Die Abenteuer des Prinzen Achmed», Lotte Reinigers Scherenschnittfilm aus dem Jahre 1926, ist der Erscheinung der Einladung zur Film- und Buchvernissage der Villa Patumbah Pate gestanden. Dies, um den Orientalismus der vorletzten Jahrhundertwende aufzugreifen, dem der Villenbesitzer Carl Fürchtegott Grob-Zunder in seinem Sehnsuchtsbau inszenierte: er hat sein Vermögen mit Tabakhandel im Sumatra gemacht und war diesem fernen Ort zweifellos auch erlegen. Das graphisch umgezeichnete Inventar der Märchenvilla lieferte dazu den visuellen Rohstoff für zeichenhafte Märchenkulissen und koloristische Opiate.

Skope Magnetic Resonance Technologies

Die Zürcher Firma Skope Magnetic Resonance Technologies LLC übersetzt die neuesten Fortschritte in MR-Physik und Technik in neue Geräte und Methoden. Das Logozeichen basiert auf einer räumlichen Anordnung von Messsonden. Im Zusammenspiel mit Schrift und Farbe entsteht eine Wirkung die für Wissenschaftlichkeit, Präzision und erstklassiges Engeneering steht. Corporate Design, Illustrationen, Icons, Stationery, Datasheet's und Webdesign.

Umweltbericht Kanton Zürich

Der Umweltbericht 2014 beschreibt die Umweltauswirkungen menschlicher Tätigkeiten auf die Umwelt sowie den Zustand einzelner Bereiche derselben. Als Controllinginstrument führt der Bericht zudem die wichtigsten Umweltziele auf und zeigt anhand von Indikatoren, in welchen Bereichen sich der Kanton Zürich auf Kurs befindet und wo verstärkte Anstrengungen nötig sind. Graphische Umsetzung von Icon- und Farbsystem, Grafiken und Karten.

Buchers Blog

Geradlinig und schnörkellos kommt das Redesign von Denise Buchers Blog daher – ganz im Sinn und Geist der Bucher'schen Feder, die hauptsächlich Filmkritik übt und in Gesellschaftsfragen Position bezieht. Weitere Themen: Leben, Liebe und Tod. Trouvé!

einst und jetzt // Die kulturhistorische Jahresschrift

Das Jahrheft «einst und jetzt» zeigt die ganze Bandbreite archäologischer und denkmalpflegerischer Tätigkeit im Kanton Zürich. Natürlich ist von prunkvollen Restaurationen wie jene der Villa Patumbah die Rede, von geschichtsträchtigem Mauerwerk oder Ikonen des neuen Bauens wie dem küssnachter Ozeandampfer, der wieder Schwarz, Rosa, Gelb und Blau wieder in seiner überraschenden ursprünglichen Farbgebung erstrahlt. Wobei, hinter erhabenen Bauten stehen oft grundlegende menschliche Bedürfnisse und Kirchen wurden in unseren Gefilden durchaus schon aus profanem Platzmangel gesprengt. Alltägliches wie der braune Birkenteer-Kaugummi, verantwortlich für den frischen Atem von Pfahlbauern, oder die Latrinenkultur der Römer stehen ebenso im Fokus der Aufmerksamkeit wie die Besonderheit, dass beispielsweise vor 2000 Jahren bereits Austern aus dem Mittelmeerraum nach Winterthur geliefert wurden. Oder was bei einer Hausratsräumung, einem Autobahnbau oder auf dem Seegrund alles an kulturhistorischen Hinterlassenschaften zu Tage tritt. Gestaltungskonzept und Realisation. 

«einst und jetzt» – Zeitschrift für Archäologie und Denkmalpflege im Kanton Zürich. Bezugsquelle: 
STARCH, Stiftung für Archäologie im Kanton Zürich, Postfach 5277, 8045 Zürich
info(at)starch-zh.ch

Denk mal // Vitrinengestaltung

Das Stück Lincrusta aus dem alten Hotel Dolder, Mettlacher Bodenfliesen der Firma Villeroy & Boch, ein beinahe dem Bildersturm zum Opfer gefallenes «bédé» («bande dessiné») aus dem Kloster Rheinau sowie ein barocker Geisterschutz in Form eines drachenförmigen Wasserspeiers: Vier Stücke, etwas ramponiert aber schön, die es in kein Museum geschafft haben, geniessen für einmal einen grosszügigen Auftritt und regen zu Gedanken rund um unser Verhältnis und unseren Umgang mit Denkmälern an. Ausstellung Vitrinen Walchetor, Kantonale Denkmalpflege 2014.

Dr. Nicole Billeter | Historian

Treibt Sie auch schon lange die Frage um, wer 1776 in Zürich den Messwein vergiftet haben könnte? Wie die Kulturgeschichte der Schokolade der Stadt sich liest und schmeckt ? Sind Sie interessiert an den Dienstleistungen des Scharfrichters, der Behandlung von Hexen oder dem Unwesen der Schlafgänger? Dann sollten Sie sich an den verschiedenen Wissensquellen gütlich tun, die uns Nicole Billeter mittels historischen Kriminalromanen, Stadtführungen oder historischen Kochkursen zugänglich macht. Corporate Design: Stationery mit Durchblick und Urgrossmutter.

Münzkabinett Winterthur // Veranstaltungskarten

Die Kulturkarten des Münzkabinetts Winterthur sind eigentliche Kleinplakate zu den Veranstaltungen in und um im Museum. Führungen, Lesungen, experimentelle Archäologie im Park der Villa Bühler, Museumspädagogik in den laufenden Ausstellungen, Konzerte und Performances – so verdichtet Geschichte sich in Münzen und Medaillen komprimiert wiederfindet, so vielfältig wird im Münzkabinett darüber nachgedacht, inszeniert und vermittelt.

HELIX Fiduciary AG // Corporate Design

Das Zürcher Treuhandbüro Helix Fiduciary AG liess sich bei der Namensfindung von der geometrischen Struktur der Helix inspirieren, die allen Aktivitäten innewohnenden Plan symbolisiert. Der Auftritt zielt mit seiner schnörkellosen Typografie, der ultramarin-bronzenen Farbigkeit auf wertigem Papier und der heraldischen anmutenden Kombination der Spiralform im Buchstaben «X» auf eine solide, edle und präzise Wirkung. 

5000 Jahre Kulturgeschichten

Bei Sondierungen auf der Baustelle für das Parkhaus Opéra sind Fachleute der Archäologie auf wertvolle bis zu über 5000 Jahre alte und international bedeutende Kulturschichten gestossen. Die Plakatserie zeigt Funde der Rettungsgrabung und verweist auf das archäologische Fenster im Parkhaus Opéra, wo diese seither in einer permanenten Ausstellung zu sehen sind. Wuchtige Baustellen-Signalgrafik trifft auf einen museal-dezenten Stil und bringt das Aufeinandertreffen von Archäologie und Baustelle zum Ausdruck. Diese Wuchtigkeit der typographischen Umsetzung ist der Weitläufigkeit der Baustelle sowie den optischen Unterbrechungen Archäologie-Plakate durch Werbeflächen geschuldet. Sie lässt die Passanten optisch den Zusammenhang der archäologischen Kommunikation um das Opéra-Gelände nachvollziehen. Die prägnante Wirkung und die modulare Einsatzmöglichkeit dieses 2010 entworfenen Konzepts lassen die Stadt Zürich bis heute Archäologie im öffentlichen Raum mit diesem visuellen System kommunizieren.

Insight Reisen // Website Redesign

Insight Reisen bietet mehr als die üblichen Asia-Hot-Spots. Durch biographische Beziehungen der Mitarbeiter zu den Destinationen bieten die Reisen echte Einblicke in die fremden Kulturen. Das graphische Konzept verdeutlicht stimmungsvoll die vier Kerngebiete Indienreisen, Himalya-Reisen, Ayurveda-Kuren und Asien-Reisen. Die Aufgabe umfasste die graphisch-konzeptionelle Überarbeitung, sowie das Feintuning der Icons und weiteren Kommunikationselementen.

Schneider Recht // Corporate Design

Die Kernkompetenzen der Schneider Rechtsanwälte bestehen aus Submissionsrecht, privatem und öffentlichem Baurecht, Verwaltungsrecht und Vertragsrecht. Der klare, sachliche Auftritt baut im Stationery sowie im Webauftritt auf konstruktive, geometrische Elemente und bedient sich in der Kundenkommunikation illustrativen Bau- und Planmetaphern.

Graphischer Eigenanbau // Neujahrs-Datengruss

Jeweils zum Jahreswechsel beglückt die zeichenfabrik Ihre Kundschaft nach guter Sitte mit einem analogen Glückwunsch. Der Anteil Eigenwerbung ist dabei homöopathisch gering dosiert und zeigt auf, wie übliche Formalitäten formal unüblich umgesetzt werden können. Sei das die «Anatomie des Planeten Weihnachten», ein verfremdeter Tzolkin als Maya-Weltuntergangs-Remix oder ein Mondkalender mit Sonnenstunden-Feature, der auf nüchternen Daten beruhend das Jahr sinnlich vor dem Auge schimmern lässt.