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Lethargy 2015 // ein modulares Ingredienzienmodul

Seit nunmehr über zwei Dekaden wummert die Lethargy alljährlich auf dem Gelände der Roten Farbik Zürich. Ursprünglich als ironischer Antagonist zur Energy-Party konzipiert bietet die Veranstaltung eine verlässliche Alternative zum grossen Zirkus rund um die Street Parade. Die diesjährige digitale Propaganda und gedruckte Reklame kleidet sich in ein graphisches Gewand, welches die Partybausteine inspiriert vom räumlichen Bachsteinkontext der Roten Fabrik in ein additives Zeichengebilde überführt. Das daraus resultierende Logosystem reagiert responsiv auf sämtliche Proportionen und Dimensionen von Mediengefässen, in denen es «aufgebaut» wird.

Verloren, vergraben, geopfert // Keltisches Geld in der Schweiz

Wer hinter einem Münzkabinett eine blosse Schatzschau ortet ist eingeladen, in der Winterthurer Villa Bühler seinen Horizont zu erweitern. Diese bildet zugegeben einen äusserst schmucken Rahmen für die Erkenntnis, dass Münzen und Medaillen Geschichtsträger und damit Kulturvermittler sind – manchmal stellen sie sogar die Einzige Quelle dar, mit der sich eine Zivilisation rekonstruieren lässt. Aus künstlerischer Sicht behandeln die Gedenk- und Zahlmittel seit jeher die durchaus aktuelle und spannende Problematik des kleinen Bildes, welche uns aktuell in der Welt der mobilen digitalen Kommunikation in der Form des Icons ständig umgibt. Die 2015er Ausstellung «Verloren, vergraben, geopfert» basiert auf den Erkenntnissen eines Nationalfonds-Projektes und wirft ein neues Licht auf die keltischen Ursprünge der Geldkultur in der Schweiz.

Museum Oskar Reinhart // The English Face

Porträtminiaturen waren von den Tudors bis zu Queen Victoria die Selfies vergangener Jahrhunderte. Wer es sich leisten konnte, trug das Bild seiner Lieben auf sich. Die Ausstellung präsentiert sich in sentimentalem Altrosa, um zu dieser intimsten aller Kunstformen einen emotionalen Bezug zu schaffen. Das betont plakative Element der überzeichneten Titelschrift funktioniert dabei als Eyecatcher in der Aula des Museums Oskar Reinhart am Stadtgarten, wo sich die Schenkung Dr. Emil S. Kerns ins Kabinett einkuschelt.

 

 

Villa Patumbah // Das Buch, der Film – Eine Einladung

«Die Abenteuer des Prinzen Achmed», Lotte Reinigers Scherenschnittfilm aus dem Jahre 1926, stand Pate zur visuellen Erscheinung einer Einladung zur Buch- und Filmvernissage der Villa Patumbah. Dies um den Orientalismus der vorletzten Jahrhundertwende aufzugreifen, dem der Villenbesitzer Carl Fürchtegott Grob-Zundel, der sein Vermögen mit Tabakhandel im Sumatra gemacht hat, zweifellos auch erlag und in seinem Sehnsuchtsbau inszenierte. Das aufwendig vektorisierte Inventar der Märchenvilla lieferte dazu den visuellen Rohstoff für zeichenhafte Märchenkulissen und koloristische Opiate.

Skope Magnetic Resonance Technologies

Die Zürcher Firma Skope Magnetic Resonance Technologies LLC übersetzt die neuesten Fortschritte in MR-Physik und Technik in neue Geräte und Methoden. Das Logozeichen basiert auf einer räumlichen Anordnung von Messsonden. Im Zusammenspiel mit Schrift und Farbe entsteht eine Wirkung die für Wissenschaftlichkeit, Präzision und erstklassiges Engeneering steht. Corporate Design, Illustrationen, Icons, Stationery, Datasheet's und Webdesign.

Umweltbericht

Der Umweltbericht 2014 beschreibt die Umweltauswirkungen menschlicher Tätigkeiten sowie den Zustand einzelner Umweltbereiche. Als Controllinginstrument führt der Bericht zudem die wichtigsten Umweltziele auf und zeigt anhand von Indikatoren, in welchen Bereichen sich der Kanton Zürich auf Kurs befindet und wo verstärkte Anstrengungen nötig sind. Graphische Umsetzung von Icon- und Farbsystem, Grafiken und Karten.

Buchers Blog

Geradlinig und schnörkellos kommt das Redesign von Denise Buchers Blog daher – ganz im Sinn und Geist der Bucher'schen Feder, die hauptsächlich Film- und Medienkritik übt und in Gesellschaftsfragen kritisch Position bezieht. Weitere Themen: Leben, Liebe und Tod. Trouvé!

einst und jetzt // Die kulturhistorische Jahresschrift

Das Jahrheft «einst und jetzt» zeigt die ganze Bandbreite archäologischer und denkmalpflegerischer Tätigkeit im Kanton Zürich. Natürlich ist von prunkvollen Restaurationen wie jene der Villa Patumbah die Rede, von geschichtsträchtigem Mauerwerk oder Ikonen des neuen Bauens wie dem küssnachter Ozeandampfer, der wieder Schwarz, Rosa, Gelb und Blau in seiner überraschenden ursprünglichen Farbgebung erstrahlt. Wobei hinter erhabenen Bauten oft grundlegende menschliche Bedürfnisse stehen und Kirchen in unseren Gefilden aus profanem Platzmangel durchaus schon gesprengt wurden. Alltägliches wie der braune Birkenteer-Kaugummi atemfrischer Pfahlbauer oder die Latrinenkultur der Römer stehen ebenso im Fokus der Aufmerksamkeit wie die Besonderheit, dass beispielsweise vor 2000 Jahren bereits Austern aus dem Mittelmeerraum nach Winterthur geliefert wurden oder was bei einer Hausratsräumung, einem Autobahnbau oder auf dem Seegrund alles an kulturhistorischen Hinterlassenschaften zu Tage tritt. Gestaltungskonzept und Realisation. 

«einst und jetzt» – Zeitschrift für Archäologie und Denkmalpflege im Kanton Zürich. Bezugsquelle: 
STARCH, Stiftung für Archäologie im Kanton Zürich, Postfach 5277, 8045 Zürich
info(at)starch-zh.ch

Battere // Solar, Re-Use, Sharing

Logo-Redesign sowie diverse graphische Arbeiten und Tunings für Battere. Das Zürcher Start-Up lädt wiederverwendbare Batterien und Akku's mit Solarstrom auf und verteilt diese per Velokurier an die Kunden. Gegen schwächelnde Smartphone im Sack helfen die 5000 mAh-Akku's, die neben Bars und Restaurants neu in Zusammenarbeit mit der SBB auch bei Valora-Kiosken an Bahnhöfen ausgeliehen und zurückgebracht werden können.

Denk mal // Vitrinengestaltung

Das Stück Lincrusta aus dem alten Hotel Dolder, Mettlacher Bodenfliesen der Firma Villeroy & Boch, ein beinahe bildergestürmtes «bédé» («bande dessiné») aus dem Kloster Rheinau sowie ein barocker Geisterschutz in Form eines drachenförmigen Wasserspeiers: vier Stücke, etwas ramponiert aber schön, die es in kein Museum geschafft haben, geniessen für einmal einen grosszügigen Auftritt und regen zu Gedanken rund um unser Verhältnis und unseren Umgang mit Denkmälern an. Ausstellung Vitrinen Walchetor, Kantonale Denkmalpflege 2014.

Dr. Nicole Billeter | Historian

Treibt Sie auch schon lange die Frage um, wer 1776 in Zürich den Messwein vergiftete? Wie liest sich und schmeckt die Kulturgeschichte der Schokolade der Stadt? Interessiert an den Dienstleistungen des Scharfrichters, der Behandlung von Hexen oder dem Schlafgängerunwesen? Dann sollten Sie sich an den verschiedenen Wissensquellen gütlich tun, die uns Nicole Billeter mittels historischen Kriminalromanen, Stadtführungen oder historischen Kochkursen zugänglich macht. Corporate Design: Stationery mit Durchblick und Urgrossmutter.

Münzkabinett Winterthur // Veranstaltungskarten

Die Kulturkarten des Münzkabinetts Winterthur sind eigentliche Kleinplakate zu den Veranstaltungen in und um das Museum. Führungen, Lesungen, experimentelle Archäologie im Park der Villa Bühler, Museumspädagogik in den laufenden Ausstellungen, Konzerte und Performances – so verdichtet sich Geschichte in Münzen und Medaillen komprimiert findet, so vielfältig wird im Münzkabinett darüber nachgedacht, inszeniert und vermittelt.

HELIX Fiduciary AG // Corporate Design

Das zürcher Treuhandbüro Helix Fiduciary AG liess sich bei der Namensfindung von der geometrischen Struktur der Helix inspirieren, welche den innewohnenden Plan in allen Aktivitäten symbolisiert. Der Auftritt zielt mit seiner schnörkellosen Typografie, der ultramarin-bronzenen Farbigkeit auf wertigem Papier und der heraldischen anmutenden Kombination der Spiralform mit dem Buchstaben «X» auf eine solide, edle und präzise Wirkung. 

5000 Jahre Kulturgeschichten

Bei Sondierungen auf der Baustelle für das Parkhaus Opéra sind Fachleute der Archäologie auf wertvolle bis zu über 5000 Jahre alte Kulturschichten von internationaler Bedeutung gestossen. Die Plakatserie zeigt Funde der Rettungsgrabung und verweist auf das Archäologisches Fenster im Parkhaus Opéra, wo diese in einer permanenten Ausstellung zu sehen sind. Wuchtige Baustellen-Signalgrafik trifft auf einen museal-dezenten Stil und bringt das Aufeinandertreffen von Archäologie und Baustelle zum Ausdruck. Die Wuchtigkeit der typographischen Umsetzung ist der Weitläufigkeit der Baustelle sowie den optischen Unterbrechungen durch Werbefllächen geschuldet. Sie lässt die Passanten optisch den Zusammenhang der archäologischen Kommunikation um das Opéra-Gelände nachvollziehen. Die prägnante Wirkung und die modulare Einsatzmöglichkeit dieses 2010 entworfenen Konzepts lassen die Stadt Zürich bis heute Archäologie im öffentlichen Raum mit diesem visuellen System kommunizieren.

Insight Reisen // Website Redesign

Insight Reisen bietet mehr als die üblichen Asia-Hot-Spots. Durch biographische Beziehungen der Mitarbeiter bieten die Reisen echte Einblicke in die fremden Kulturen. Das graphische Konzept verdeutlicht stimmungsvoll die vier Kerngebiete Indienreisen, Himalya-Reisen, Ayurveda-Kuren und Asien-Reisen. Die Aufgabe umfasste die graphisch-konzeptionelle Überarbeitung sowie das Feintuning der Icons und weiteren Kommunikationselementen.

Schneider Recht // Corporate Design

Die Kernkompetenzen der Schneider Rechtsanwälte bilden Submissionsrecht, privates und öffentliches Baurecht, Verwaltungsrecht und Vertragsrecht. Der klare, sachliche Auftritt baut im Stationery sowie im Webauftritt auf konstruktive, geometrische Elemente und bedient sich in der Kundenkommunikation illustrativen Bau- und Planmetaphern.

Graphischer Eigenanbau // Neujahrs-Datengruss

Jeweils zum Jahreswechsel beglückt auch die zeichenfabrik Ihre Kundschaft nach guter Sitte mit einem analogen Glückwunsch. Der Anteil Eigenwerbung ist dabei homöopathisch gering dosiert und will dazu inspirieren, wie übliche Formalitäten formal unüblich umgesetzt werden können. Sei das die «Anatomie des Planeten Weihnachten», ein verfremdeter Tzolkin als Maya-Weltuntergangs-Remix oder ein Mondkalender mit Sonnenstunden-Feature, der auf nüchternen Daten beruhend das Jahr sinnlich vor dem Auge schimmern lässt.